Flurumzug

 

Flurzug: Traditionell am Pfingstmontag eines jeden Jahres wurde in Waldau ein Flurumzug oder einfach Flurzug durchgeführt. Die versammelte Gemeinde zog mit Musik an den Gemarkungsgrenzen des Dorfes entlang und kontrollierte die Grenzsteine, wobei eingeackerte und überwachsene wieder freigelegt wurden. Als Grundlage diente hier die Separationskarte aus dem Jahre 1858. Da dies die ständige Überprüfung und Einhaltung der Dorfgrenzen gewährleistete, waren Grenzstreitigkeiten mit Nachbargemeinden fast ausgeschlossen.
Die Historie berichtet weiter, dass zum Ende des Flurzuges im Leinewehtal ein mitgeführter, reich geschmückter Ochse geschlachtet und am Spieß gebraten wurde. Wenn dem lustigen Völkchen die mitgebrachten alkoholischen Getränke auszugehen drohten, holte man sich aus der Mitte der Waldauer frisch gebackene Ehemänner, junge Väter oder neu Hinzugezogene zum sogenannten Fassrollen. Die Ergriffenen wurden solange auf einem Fass über eine Leiter gerollt, bis sie sich spendabel zeigten und für Getränkenachschub sorgten.

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